27.03.2015

Hasstrend: Keiner ist mit Mädchen befreundet.

Wie oft habe ich es schon gelesen...es geht um Freundschaften zwischen Frau und Frau und Mann und Mann und natürlich Mann und Frau. Und kaum wird angefangen zu diskutieren,  kommt eine Frau daher und sagt "Mit Männern befreundet zu sein ist so viel besser und unkomplizierter. Frauen sind zickig und deshalb bin ich nur mit Männern befreundet." Da hege ich natürlich sofort Sympathie. Für mich die gleiche Richtung wie eine Aussage à la "-Nationalität einfüg- sind dumm, deshalb schließe ich per se eine Bekanntschaft oder Freundschaft mit ihnen aus. Es hat sich ja bisher in der Vergangenheit gezeigt, dass sie dumm sind." Und wenn solche Aussagen von zigtausend Mädchen kommen, wer ist dann noch mit Mädchen befreundet, wenn alle Mädchen nur noch mit Jungs befreundet sind?

Wenn Frauen so furchtbar sind und du selber eine Frau bist, heißt das...? Im Umkehrschluss will dann sicherlich auch keine Frau mehr mit dir befreundet sein. Da wird einem auf einmal einiges klar. Und in welche Kategorie steckt man dann die schwulen oder lesbischen Freunde? Kommt es dann auf das Geschlecht an oder auf das geschlechterspezifische Verhalten, das sie an den Tag legen?

Natürlich kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man auf den ersten Blick denkt, Freundschaften mit Männern wären besser. Dieser bestimmte Humor, dass man sich neckt oder miteinander redet, als würde man sich hassen usw. oder männerdominierte Interessen, mögen von vornherein aufregender und unkomplizierter sein, aber es sind doch nicht alle Frauen das Schlimmste vom Schlimmsten. Es gibt ja auch Typen, die das Drama anziehen und gerne shoppen gehen. Wiederum gibt es dann auch Zockermädchen , die über Witze lachen, die unter die Gürtellinie gehen. 

kthxbye