23.04.2015

Unge schminkt #freiheit

Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt ungeschminkt aus dem Haus zu gehen. Der Frühling ist da, die Sonne scheint und ich habe einfach weniger Lust auf Make Up. Man könnte meinen, dass es nichts Besonderes sei, ungeschminkt zu sein. Doch als jemand, der sich irgendwelche Komplexe einredete und Unsicherheiten verspürte, war das gar nicht so selbstverständlich und deshalb haben mich nur wenige Leute ungeschminkt erlebt. Und irgendwie habe ich das alles ablegen können und jetzt fühle ich mich gut in meiner Haut. Komische Reaktionen sind ausgeblieben. Kein "Du siehst aber krank aus." Naja, meine Wimpern und Augenbrauen sind ja so oder so schwarz. Das macht dann wirklich keinen großen Unterschied. Und ich denke mir auch, wenn Männer gut ohne Schminke aussehen können, dann können Frauen es doch auch? Niemand sieht direkt nach dem Abschminken super aus. Aber das liegt bestimmt nicht daran, dass man ungeschminkt immer schlecht aussieht. Das ist wohl eher der immense Kontrast zwischen dem Aufgestylten und dem aufgedunsenen Abschminkgesicht. 

Ich habe keine Deformationen im Gesicht, meine Haut ist echt in Ordnung (mein natürlicher Highlighter ist meine Mischhaut) und wer hässlich ist, wird durch Make Up nicht unbedingt schöner-und andersherum natürlich auch. Wieso also nicht öfter ungeschminkt sein? Das lästige Abschminken fällt weg. Genauso wie die manischen Blicke in die Spiegel, weil man befürchtet der Eyelinerstrich sei wieder verlaufen. Ich habe immer diejenigen Mädchen bewundert, die so gut ohne Make Up aussehen (manchmal denkt man auch nur, dass sie ungeschminkt sind, dabei tragen sie Schminke drauf. DAMN YOU natural make up) und dachte mir immer, dass sie es so gut haben und sicher total unbeschwert sind. Ja, sind sie auch und ich bin es jetzt auch. Mich beruhigt die Vorstellung, dass ich quasi nach dem Aufwachen genauso aussehe, wie über den Tag verteilt und wenn ich zu Bett gehe. Keine bösen Überraschungen für mich und meine Mitmenschen mehr.

Und wie oft geht ihr ungeschminkt raus? 

16.04.2015

How to be Asian. #justasianthings

Als erfahrene Asiatin teile ich euch heute meine exklusiven Tipps und Must haves mit, die man unbedingt kennen muss, wenn man authentisch ein Fern-Ossi werden will.

Fremde Menschen aus dem nahen Osten sind sehr freundlich zu dir und begrüßen dich auf mindestens drei verschiedenen Sprachen; sei es Chinesisch, Japanisch oder Vietnamesisch. Antworte darauf höflich: "Allahu Akbar!"

Wer schon mal in einer Beziehung mit einem Nicht-Asiaten war, wird schon mal den Satz "IHR WERDET SO SÜSSE UND SCHÖNE KINDER BEKOMMEN!!" gehört haben. Interracial, hell yeah. Allerdings wird in den meisten Fällen so oder so davon ausgegangen, dass dein Partner auch Asiate ist. 

Dauerbrenner bei neuen Bekanntschaften ist die einleitende Frage "Stimmt es, dass Asiaten...?" Großes Interesse an den Themen Lactoseintoleranz und Alkoholunverträglichkeit. Umso größere Faszination, wenn das Klischee bestätigt wird.

Witze über Ladyboys stehen an der Tagesordnung. Oder passiert nur mir das? :(

Mache Smalltalk mit China Box Verkäufern oder Angestellten im Asiamarkt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du instant Komplimente bekommst à la "Ohh, du sprichst ja unsere Sprache, sehr gut!", "Du siehst gar nicht so asiatisch aus, bist du ein Mischling?" "Sehr hübsch!." Je weniger asiatisch man aussieht, desto schöner finden einen Asiaten... Sehr gut.

Trage dein Haar lang. Jeder wird es lieben und sagen, dass deine Haare wieder sooo lang geworden sind. Dafür wird dich jeder, der Laminat hat, hassen.

Du hast die Möglichkeit: entweder machst du auf Fotos das Peace-Zeichen oder zu hältst beim Lachen den Mund zu. Das ist dir überlassen. Ich bin eher Fan vom Letzteren. 

Du wirst dich in manchen Situationen fragen: "Wusste ich das jetzt nicht, weil ich unglaublich dumm bin oder weil ich nicht mit deutschen Eltern aufgewachsen bin?"





05.04.2015

Kafkaesque Fragen:



Karo Kafka mag anscheinend meinen Blog und andersherum bin ich auch schon eine ganze Weile Abonnent ihres Blogs. Wie kann ich den Blog auch nicht mögen, wenn sie auch ein großer Literaturfreund ist und gefühlt immer die gleichen Reiseziele hat, wie ich. So wurde sie Überbringer des "Liebster Award" Awards? Fehlt da nicht das Wort Blog? Wer sich an die Regeln dazu halten will, schaut sich bitte auf ihrem Blog um. Ansonsten hier meine Fragen an Sibel von Rock-RendezvousInes von morgenwirdgestern und Rebecca von flussperle blog. Bags of attentions bitte dorthin verschicken! :D


1. Welche drei Bands begleiteten dich in deiner Jugend am meisten?

2. Worüber hörst du deine Musik?(mp3 Player, Handy, Anlage, PC, selber singen...)

3. Wie häufig schreibst du noch mit Stift und Papier, wenn nicht gerade aus beruflichen Gründen?

4. Welche 3 Eigenschaften an Menschen findest du faszinierend?

5. Wie häufig machst du Selfies?


Karo Kafkas Fragen: 

    Welches ist dein Lieblingszitat aus einem Film? Warum? Ich bin zwar eher der Buchzitatmensch, aber hier: http://www.imdb.com/title/tt1798709/quotes Aus dem Film HER. Da kann man fast alles draus zitieren, finde ich. Ein Zitat, was mir auch nicht aus dem Kopf geht ist "We accept the love we think we deserve." Auch wenn ich dem nicht ganz 100% zustimme. 


    Wenn du nur noch ein Jahr zu leben hättest, würdest du etwas an deinem Leben ändern? Nicht unbedingt ändern, aber sicherlich mehr unternehmen und dabei nicht aufs Geld achten. Und natürlich den Master machen, denn im Himmel sind die Arbeitschancen bestimmt auch nicht besser und Konkurrenz lauert überall. :(


    Welches Instrument magst du besonders? Die Gitarre, weil ich selber gern drauf klimpere und meine bevorzugte Musik immer Gitarren hat. 


    Wenn du eine Zeitreise in ein bestimmtes Jahrhundert oder Jahrzehnt machen könntest, welches würdest du dir aussuchen und warum? Back to the Future eher nicht, weil es schon irgendwie creepy ist zu wissen, wie die Zukunft aussehen wird. 19. Jahrhundert oder 20er/30er Jahre des 20. Jhd.


    Was sind deine Pläne für den kommenden Sommer? Hausarbeiten aus vorigen Semestern endlich mal geschrieben haben, ein bisschen reisen.
    Welches war dein letztes Konzert? Das Tribut-Konzert von DEATH.


    Du darfst drei noch lebende Berühmtheiten zum Abendessen einladen. Für wen würdest du dich entscheiden? Dafür wäre ich sicherlich viel zu aufgeregt und hibbelig. Dann lieber drei nicht berühmte, aber gute Freunde. Die kennt man wenigstens und da weiß man, dass man Spaß haben wird.
    Was ist deine schlimmste Angewohnheit/Macke? Die Tatsache, dass ich alles kommentieren muss und dabei oft Referenzen machen muss. Das kann für die Beteiligten lustig sein,(wenn sie es verstehen) nervt aber sicherlich auch hart. Ansonsten meine Wortwitz-Assoziationsketten oder dass ich viele Wörter rückwärts lesen muss. Sticks and stones may break my bones but words will always love me...


    Welchen Blogbeitrag von dir magst du selbst am liebsten?
    Die, unter die die Leser viel kommentieren, da ich zu einer kleinen Diskussion angeregt habe. Oder einfach nur die bedeutungsschwangeren "Wasdalos" Posts, die ich ganz lustig finde.


    Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Sasha Greys Debutroman Die Juliette Society.


    Dein aktueller Lieblingssong? Bon Iver-Blood Bank