24.01.2016

Meine Art von Stockholm-Syndrom


Bei -20 Grad stirbt auch mal der Kameraakku. Gruß an meine Nikon.
Schweden war für mich schon immer the place to be. Und mit "schon immer" meine ich seit meiner hardcore Zeit als Metalgirl mit 16. Danach hat sich der Wunsch eher verflüchtigt und ich hatte andere Urlaubsziele im Kopf. Zum Glück hatte ich einen super enthusiastischen Schwedenexperten und -fan mit mir und so wurde das ganze auch ein toller Trip in Skandinavien.

Mein Idealbild von Schweden war voller Klischeebilder. Alle blond und attraktiv. Überall Metaller. Überall Wälder. Die Realität stimmte teilweise:schönste Winterlandschaft, Schnee und Wälder bei -20 Grad. (So zumindest auf dem Weg zur Innenstadt.)Natürlich mehr Blondinen als in Deutschland, aber nun auch nicht super auffällig. Was aber auffällig war, war die Tatsache, dass wenn sie dann blond sind, sie total (!)gebräunt waren. Ich denke die Sonnenbank ist deren zweites Zuhause. Deren drittes Zuhause ist dann dafür anscheinend das Fitnessstudio.  Am Flughafen gab es Proteinriegel und BCAAs zu kaufen, im Supermarkt sowieso. Gefällt mir, dieser Pumperlifestyle. :D

Ist Stockholm teuer? Wenn man es mit Kopenhagen vergleicht: nein. Wenn man es mit Deutschland vergleicht: etwas. Wenn man im Supermarkt einkauft, gibt es überhaupt kein Problem. Die haben sogar einen Lidl. Wie man weiß, lohnt sich das ja. 
Gute Nachricht für Bargeldhasser: In Stockholm zahlt man fast ausschließlich mit Karte, weil sie das Bargeld in naher Zukunft komplett abschaffen möchten. Daher kannst du auch mit deiner normalen EC-Karte dort bezahlen. Trotzdem sollte man ein paar Münzen mitnehmen, denn Klos kosten im Grunde überall Geld (am Flughafen z.B. nicht...) und man kann die Toilette nur betreten, wenn man die Münzen reinschmeißt.Too bad, dass wir keine einzige Münze am letzten Tag mehr hatten. Shit happens.


Random facts: Viiiieele Schwulenflaggen zu sehen. Sehr tolerantes Volk, das sehr gleichberechtigt ist, was man auch merkt. Sehr introvertiertes Volk. Stellenweise menschenleere Straßen und das in der Hauptstadt. Fast überall Wlan. Total mein Ding, gefällt mir sehr. Der einzige WTF-Moment war, als ich gemerkt habe, dass die 7 Einkaufsstraßen haben. 7 große verdammte Einkaufsstraßen mit Einkaufscentern dazwischen. Und dabei ist die Stadt nicht mal besonders groß.
 
Meine perfekte Musik für diesen Trip: Schwedischer Metal. Opeth kommen zum Beispiel direkt aus Stockholm, aber auch Meshuggah sind aus Schweden (Göteborg).Auch schön anzuhören ist Lykke Li oder der süße Song Lush Life von Zara Larsson. Wenn man noch mehr Schwedenfeeling haben will, hört man die Musik via Spotify. Denn Spotify ist eine stockholmerische Erfindung!





Kommentare:

  1. Toller Bericht über ein Land, in das ich auch noch muss. Meine aktuelle schwedische Lieblingsband ist übrigens Blues Pills. Das ist zwar kein Metal, aber schöner Rock mit einer wiedergeborenen Janis Joplin als Sängerin.

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  2. Anscheinend habe ich unterwegs vergessen, dass ich eigentlich für mich schreiben wollte. Jetzt mache ich mir viel zu viele Gedanken, ob das wem gefallen könnte, wer das liest und über Klickzahlen, was ich immer belächelt habe. Und das merkt man an der Motivation irgendwie.

    Ich habe mich halt ein bisschen in das Albumcover verliebt und ja, es ist nichts schnelles sondern schöner Psychedelic Rock. Eigentlich kommen die ja ursprünglich von Radio Moscow, die ich auch ganz cool fand bisher.
    Was auch aus Schweden, auch langsamer und auch hörenswert ist, ist Graveyard. Ansonsten läuft momentan ziemlich viel Krach im Player. Fu Manchu, Priestess, Uriah Heep (kein krach.)

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